Galle

File 311Beim Betreten der Altstadt von Galle fühlt sich der Besucher in das 17. Jahrhundert versetzt. Nicht umsonst wurde der alte Stadtkern Galles – auch Fort genannt – bereits im Jahre 1988 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen: Die Gebäude und Gemäuer aus der Zeit der holländischen Besatzung Sri Lankas sind ausgezeichnet erhalten. Heute ist die ehemalige Kolonialstadt ein mondäner Ort, in dem sich vor allem wohlhabende Touristen aus Europa gerne niederlassen.

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Fort, für das Galle berühmt ist. Er liegt auf einer Halbinsel und ist bis heute komplett von starken bewachsenen Mauern umgeben. Von dieser Mauer aus hat man einen fantastischen Blick über die Altstadt und die Umgebung. Faszinierend ist die unmittelbare Nähe von verschiedensten Bauten im Fort: Holländische Verwaltungsgebäude, File 146holländische und englische Kirchen, ein buddhistischer Tempel sowie ehemalige Wohnhäuser der Kaufleute mit breiten Veranden sind innerhalb der Altstadtmauern zu finden. Das Neue Tor sowie der Uhrenturm wurden im 19. Jahrhundert von den Briten gebaut. Die anderen Bauten sind meistens älter und von holländischen Kolonialherren in Auftrag gegeben, so beispielsweise das ehemalige Pulvermagazin aus dem Jahr 1782, die verschiedenen File 233Bastionen und das alte Tor. Beeindruckend sind insbesondere das Government House nahe dem alten Tor und die verschiedenen Gotteshäuser wie beispielsweise die anglikanische All Saints Church und die holländische Goote Kerk. In einem alten Kolonialhaus ist außerdem das Historical Mansion untergebracht, ein kleines privates Museum, das ein Sammelsurium an altem Schmuck, Münzen, Waffen und Haushaltsgegenständen ausstellt. Zum Teil sind Funde zu sehen, die aus alten Schiffswracks geborgen worden sind.

Außerhalb der Mauern, die die Altstadt begrenzen, ist Galle noch längst nicht zu Ende. Es gibt auch eine Neustadt, die vor allem gute Shoppingmöglichkeiten bietet. Sehenswert ist neben der römisch-katholischen Kathedrale St. Mary (Baujahr 1874) außerdem die Pettah, das Basarviertel. Ganz in der Nähe dieses Stadtteils befindet sich der holländische Friedhof, genannt Kerkhof, auf dem einige holländische Beamte und Offiziere beerdigt wurden. Deren Gräber sind bis heute zu besichtigen.