Batticaloa

File 275Im Golf von Bengalen liegt die wenig besuchte und kleine Stadt Batticaloa. Dabei ist sie wunderschön gelegen und hat viel von ihrem ursprünglichen Charme behalten. Da sie halb auf einer Insel in einer Lagune liegt, wurde die Stadt im Gegegnsatz zu anderen Hafenorten kaum vom Tsunami getroffen. Die 54 km lange Salzwasserlagune hat wahrlich malerische Plätze vorzuweisen, und wer hier an einer Bootstour teilnimmt, kann eine unglaubliche Vielzahl an Vogelarten entdecken. Batticaloa ist vor allem bekannt für das Phänomen der „singenden Fische“, deren Existenz bis heute nicht nachgewiesen werden konnte. Jedoch werden diese sogar in der Encyclopedia Britannica erwähnt. Um das Phänomen zu erleben, soll man der Legende nach an mondhellen Nächten und bei wenig Seegang ein Paddel ins Wasser tauchen und an das andere Ende das Ohr halten. Dann hört man angeblich verschiedene feine Klänge. Wissenschaftlich bewiesen wurde dieses Naturphänomen bis heute nicht, dennoch gilt es als die Hauptattraktion der Stadt.

Greifbarerer sind die vielen hinduistischen Tempelanlagen Batticlaos sowie das sehenswerte Holländische Fort aus dem 17. Jahrhundert. Es befindet sich auf einer Landzunge unmittelbar an der Lagune. Viele Mauerreste sind gut erhalten, wenn auch inzwischen üppig bewachsen. Heute ist der Eintritt in das Gelände leider nicht möglich.
File 140Interessant ist auch die Lady Manning Bridge, die die Landzunge mit der Insel verbindet. Die Stahlbrücke stammt noch aus der Kolonialzeit Großbritanniens und ist eine der längsten Brücken Sri Lankas.

Vor der Küste Batticaloas hatte die japanische Luftwaffe im Jahr 1942 den britischen Flugzeugträger „Hermes“ versenkt. Das in einer Tiefe von 55 m liegende Wrack dieses Flugzeugsträgers ist eines der interessantesten Tauchplätze Sri Lankas. Es ist für erfahrene Taucher möglich, an einer Tour teilzunehmen.

Die Strände in der Umgebung von Batticaloa, wie beispielsweise der Kallady Beach, sind wenig besucht und dadurch gerade für Ruhe Suchende sehr empfehlenswert.