Ratnapura

File 351Der von Colombo etwa 100 km entfernte Ort Ratnapura ist die Hauptstadt der Provinz Sabaragamuwa. Sie befindet sich im Tal des Kalu Ganga in einer tropischen Berglandschaft. Wörtlich übersetzt heißt Ratnapura die „Stadt der Juwelen“, was mit ihrem Reichtum an Edelsteinen zu tun hat, der bereits seit mehr als 2000 Jahren bekannt ist. Schon die Griechen, Araber und Chinesen profitierten von diesem Reichtum, heute leben neben den Einheimischen viele Thailänder in der Gegend um Ratnapura vom Schmuckhandel. Denn bis heute ist die Stadt das wichtigste Zentrum für Edelsteine in ganz Sri Lanka, abgebaut werden vor allem Rubine, Saphire und Katzenaugen.

Die ganze Stadt ist voller Schmuckgeschäften und Edelstein-Verkäufern, unter denen einige leider auch billige Imitate verkaufen. Ob ein Stein wertvoll ist oder nicht, kann das ungeübte Auge kaum ausmachen, weshalb beim Erwerb Vorsicht geraten ist. Wer sich lieber informieren möchte, kann beispielsweise in der Gem Bank mit dem angeschlossenen Gemmological Museum eindrucksvolle Edelsteine wie Saphire, Turmaline, Rubine, Smaragde und Amethyste besichtigen. Außerdem erhält der Besucher Informationen zur Schürfung und Bearbeitung der Steine. Detailliertes Hintergrundwissen bekommt man auch im Nationalmuseum von Ratnapura nahe dem Busbahnhof. Die Geschichte der Edelsteingewinnung wird hier anschaulich erläutert, ebenso sind verschiedene Fundstücke aus der Gegend ausgestellt. Aber selbst wer nicht ins Museum geht, wird den Edelsteinen in der ganzen Stadt begegnen. Beispielsweise kann man in den Edelsteingruben rund um Ratnapura Arbeiter auf der körperlich sehr anstrengenden Suche nach den wertvollen Steinen beobachten.

Wer genug von Edelsteinen hat, kann sich die Reste des englischen Forts von Ratnapura ansehen. Von hier aus hat man im Übrigen eine wunderbare Aussicht, zum Beispiel sieht man hervorragend den heiligen Berg Sri Lanka – Adam´s Peak. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich der Tempel Maha Saman Devale, der Ziel hinduistischer sowie buddhistischer Gläubiger ist. Im Vollmond im Juli/August findet hier jährlich auf eindrucksvolle Weise ein mehrtägiges Fest, genannt Perahera, statt.