Polonnaruwa

File 347Polonnaruwa war nach Anuradhapura lange Zeit die zweite schillernde Hauptstadt des singhalesischen Königreichs. Elegante Bauten wurden hier vor allem ab Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und einige Überreste zeugen bis heute von der singhalesischen Baukunst. Vor allem der innere Stadtbezirk, in dem sich auch der ehemalige Palast befindet, ist sehenswert. Dieser archäologische Park ist seit 1982 außerdem Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Zahlreiche Dagobas, Buddha-Statuen, Park- und Palastanlagen sind zu besichtigen.

Der Ruinenpark ist sehr weiläufig, doch sind die verschiedenen Gebäude gut ausgeschildert und es gibt auf dem Gelände File 242ausreichend schattige Plätze zum Ausruhen. Und zu sehen gibt es genug: Zum Beispiel Lankatikala, ein ehemaliges Haus für Bilder und Statuen, das sich im größten Klosterkomplex befindet. Seine Säulen recken sich imposant in die Höhe. Und bei den ehemaligen Palastgebäuden sind bis heute Hallen, königliche Bäder und Zitadellen zu besichtigen. Die Ratshalle zeigt hübsche Reliefs mit Löwen- und Elefantendarstellungen.

Und dann gibt es die Quadrangle, den heiligen Bezirk, in dem sich einige sakrale Gebäude befinden. Da steht der ehemalige Tempel des Zahns, um 1100 wurde dieser Atadage genannte Tempel errichtet, die Reliquie wird heute in Kandy aufbewahrt. Eindrucksvoll sind auch der Rundtempel Vatadage und auch Thuparama, das als das älteste Gebäude Polonnaruwa gilt und dennoch sehr gut erhalten ist. Im Steinernen Buch, genannt Gal Pota, ließ König Nissanka Malla seine Heldentaten eingravieren. Der Steinblock ist etwa 8 m lang und knapp 1,5 m breit. Die gigantische Königsstatue befindet File 185sich etwas außerhalb des Ruinenbezirks, der Weg zur aus dem Felsen geschlagenen Figur lohnt sich aber. Wer mag, kann das Gelände mit dem Rad erkunden, Fahrräder werden an vielen Hotels in der Gegend zu fairen Preisen vermietet.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit Polonnaruwas befindet sich etwas außerhalb. Die Gruppe von gigantischen Buddha-Statuen wird Gal Vihara genannt.