Kulinarisches aus Sri Lanka

Liebhabern von Gemüse, Reis, Fisch und feinen Gewürzen schlägt in Sri Lanka das Herz höher. Denn hier finden sie köstliche, leichte und gut bekömmliche Speisen voller leckerer Zutaten. Wer bereits andere südasiatische Länder bereist hat, wird feststellen, dass die Currygerichte sich mit denen der angrenzenden Staaten ähneln. Die Küche Sri Lankas wurde vor allem von Indien beeinflusst, aber auch arabische und malaiische Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen.

File 230Eine typische Mahlzeit und quasi das Nationalgericht besteht aus Curry und Reis. Unter einem Curry versteht man ein üblicherweise eine Speise aus Gemüse, aber auch Fisch oder Geflügel, in einer dickflüssigen Soße, die mit vielerlei Gewürzen angereichert ist. Der Begriff Curry wird jedoch auch auf pikante Gewürzmischungen aus bis zu 20 Zutaten angewandt. Denn ob in einfachen Garküchen oder im Edelrestaurant – überall geben die Gewürze das gewisse Etwas und verleihen den Gerichten die typische, südasiatische Note. Zu den klassischen Gewürzen zählen Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Pfeffer, Paprika und Chili sowie Kardamom, Koriander und Knoblauch. Dabei ist zu beachten, dass die singhalesische Küche als eine der schärfsten der Welt gilt. In manchen Restaurants gibt es die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Schärfe-Graden zu unterscheiden. Hier gilt: Was in Sri Lanka als mild bezeichnet wird, kann dem westlichen Besucher noch immer scharf erscheinen.

Vor allem in den Küstenorten empfehlen sich Currygerichte mit Fisch und Meeresfrüchten. Diese werden sehr frisch und raffiniert zubereitet, auch sind sie deutlich günstiger als in Europa. Typische Fischarten sind Thunfisch, Hering und Meerbarbe, zu den klassischen Meeresfrüchten zählt man in Sri Lanka Hummer, Garnelen und Muscheln. Ähnlich wie in Indien sind auch auf der südasiatischen Insel neben Reis viele verschiedene Hülsenfrüchte sehr beliebt. So gibt hier das sehr nahrhafte Gericht aus weich gekochten Linsen, genannt Dhal. Häufig werden dabei rote Linsen und eine Vielzahl scharfer Gewürze verwendet. Übliche Beilagen sind desweiteren verschiedene Fladenbrote wie Roti oder Papadam. Süßspeisen wie Puddings runden die leckere Mahlzeit ab, sie sind häufig gewöhnungsbedürftig süß.

Sri Lanka ist außerdem ein Paradies für Vegetarier. Viele Einheimische essen aus religiösen Gründen kein Fleisch, sodass es überall vegetarische Mahlzeiten gibt und wer nach fleischlosen Gerichten fragt, wird überall auf Verständnis stoßen.

Messer, Gabel und Löffel sind in Sri Lanka überflüssig, denn üblicherweise wird hier mit der rechten Hand gegessen. Die linke Hand gilt als unrein und sollte unter dem Tisch bleiben. Die Finger der rechten Hand greifen eine Portion des Gerichtes und führen diese zum Mund. Nach einiger Übungszeit ist das spielerisch leicht. Nach dem Essen werden feuchte Tücher oder ein Schälchen mit Wasser gereicht, mit dem man sich die Finger reinigen kann. In gehobenen Restaurants und an Touristenorten kann der Gast jedoch nach Wunsch Besteck erhalten.

Das Nationalgetränk Sri Lankas ist der Tee, der überall gereicht wird – oft mit Milch. Neben Mineralwasser empfehlen sich in der großen Hitze vor allem Fruchtsäfte sowie die Milch frischer Kokosnüsse. Auch die üblichen Softdrinks sind allerorts erhältlich. Bier und Wein sind erhältlich, da seine Zutaten jedoch importiert werden müssen, sind diese alkoholischen Getränke relativ teuer. Billiger und authentischer ist der hochprozentige Arrak, der Schnaps Sri Lankas.