Felsenfestung Sigiriya

File 303Beeindruckende Malereien, ein herrlicher Blick und ein mächtiger Felsen – das ist die Festung von Sigiriya heute. Schon auf dem Weg hin zur Festung durch die großzügig angelegten Parks ist der Anblick atemberaubend: Man hat einen herrlichen Blick auf den rotleuchtenden Felsen, der sich gegen den blauen Himmel deutlich und imposant abhebt. Die prachtvolle Atmosphäre, die die Festung einst umgeben haben muss, kann noch heute erahnt werden.

File 167Auf dem mächtigen Felsen in 200 Metern Höhe befinden sich die Überreste der ehemaligen Festung, die bereits im 5. Jahrhundert erbaut wurde. Zu besichtigen sind beispielsweise die Ruinen des Palastes, der Zisterne-Felsen, das Löwentor, Wassergärten sowie verschiedene Felsenhöhlen, die zum Teil als Säle, zum Teil als Wohnräumlichkeiten dienten. Um hinauf zu gelangen, muss man eine steile stählerne Wendeltreppe besteigen, die jedoch gut gesichert ist. Der Weg ist anstrengend und ermüdend – es wird empfohlen, ausreichend Wasser mitzunehmen und für den Aufstieg die frühen Morgenstunden zu nutzen. In der prallen Mittagssonne ist der Weg nämlich doppelt beschwerlich.

File 257Auf der Hälfte der Strecke, auf der ersten Plattform, sind die berühmten Fresken zu bewundern. Diese sind keine Fresken im eigentlichen Sinne, obwohl sie so genannt werden, sondern wunderschöne Malereien aus Tonfarben. Sie zeigen barbusige Mädchen, die reich geschmückt und kunstvoll frisiert sind. In den Händen tragen die jungen Frauen Früchte und Blüten. Es ist umstritten, ob es sich bei den Darstellungen der sogenannten „Wolkenmädchen“ um Prinzessinnen, Nymphen oder göttliche Wesen handeln soll – schön sind sie allemal.

File 110Wer noch weiter hinaufsteigt, wird mit einer wunderbaren Aussicht über die Regenwälder und die Lustgärten belohnt, die die Felsenfestung umgeben. Eindrucksvoll ist außerdem die sogenannte „Spiegelwand“ auf halber Höhe, deren Putz einst auf Hochglanz poliert wurde, sodass sich die Malereien darin gespiegelt haben sollen. Später, zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert wurden hier Inschriften hinterlassen, die die Schönheit der „Wolkenmädchen“ beschreiben. Diese Graffitis zählen zu den ältesten Zeugnissen der singhalesischen Dichtkunst.

Die Felsenfestung Sigiriya wurde 1982 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.