Buddha-Statue von Aukana

File 287Mitten im Dschungel erhebt sich die imposante Figur des segnenden Buddhas von Aukana. Die Monumentalstatue wurde zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert direkt aus dem Felsen herausgeschlagen und gilt als Meisterleistung singhalesischer Steinmetzkunst. Wahrscheinlich hatte sie König Dhatusena in Auftrag gegeben. Bis heute ist die Buddha-Figur eines der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer Sri Lankas, obwohl sie eine relativ isolierte Lage hat. Viele Pilger kommen angereist, sie bitten vor allem um Regen, wobei sie die Füße und der Thron mit Milch begießen. Typische Opfergaben sind außerdem Blumen.

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Die Statue ist – inklusive Fußplatte in Form einer Lotusblüte – etwa 14 m hoch und damit ist sie die größte freistehende Felsenfigur des Landes aus der Antike. Die wohlgeformten Proportionen, die detailreiche Gestaltung des Gewandes und der verinnerlichte Gesichtsausdruck gen Osten faszinieren heute Besucher aus aller Welt. Mit der linken Hand rafft die Statue den gefalteten Umhang, die rechte Hand ist zum Segensgruß erhoben (asiva mudra). Auf dem Haupt der stehenden Buddha-Figur ist deutlich erkennbar die Flamme der Erleuchtung (ketumala). Der Name Aukana bedeutet übrigens „die Sonne essend“, was auf die Ausrichtung der Statue in Richtung Osten zurückgeführt wird. Besonders schön ist der Blick auf die Statue kurz vor Sonnenuntergang. Die Ruinen eines alten Klosters sind in unmittelbarere Nähe zur Buddha-Statue zu besichtigen, aber auch ein modernes Kloster befindet sich hier, welches als Sonntagsschule für die Kinder der umliegenden Dörfer genutzt wird.

Ein dem Buddha von Aukana sehr ähnliches Standbild befindet sich mit dem Buddha von Sasseruwa nur zehn Kilometer westlich.