Blow Hole

File 281Ein ganz besonderes Naturphänomen hat die südasiatische Insel vorzuweisen: Ein Blasloch (Blow Hole). Nur sechs solcher Stellen wurden bisher weltweit entdeckt, außerdem soll das in Sri Lanka das zweitgrößte seiner Art überhaupt sein. Bis heute ist nicht sicher belegt, wie diese Wasserfontänen entstehen. Die Annahme der Wissenschaftler: Die unter den Felsen der Steilküste ankommenden Meereswellen werden durch einen Felsspalt nach oben gedrückt. Der dabei entstehende Unterdruck lässt das Wasser steil nach oben schießen.

Das Blow Hole in Sri Lanka ist 1 m breit und etwa 20 m tief. Es wird auch als das Hummanaya Blow Hole bezeichnet, da in der Felsspalte ein grollendes Geräusch entsteht, das wie ein tiefes„humm“ klingt. Sobald das Wasser dann nach oben schießt – was etwa alle 10 bis 15 Minuten passiert - , wird das Donnern zu einem lautstarken Zischen. Bei hohem Seegang und Flut sind die Vorgänge deutlich stärker als sonst zu beobachten, d.h. die Fontänen sind höher. Besonders eindrucksvoll sind die Wasserspiele während der Zeit des Südwestmonsuns (Mai bis September, im Juni besonders empfehlenswert), dabei schießt das Meerwasser manchmal bis zu 15 m hoch.

Das Blow Hole befindet sich zwischen Tangalla und Dickwella an der Südküste des Landes. Der kleine Ort, zu dem es gehört, heißt Nakulagawuwa. Vor Ort gibt es Kioske mit Kleinigkeiten zu Essen und zu Trinken.