Ambalangoda

File 267Ambalangoda ist vor allem für die singhalesische Maskenschnitzkunst bekannt. In einer Vielzahl an Werkstätten werden bis heute die verschiedenen Masken geschnitzt, die dann in Tanzaufführungen oder bei Vertreibungen von Dämonen im ganzen Land in Einsatz kommen. Farbenprächtig und in Motiven, die seit Jahrhunderten überliefert sind, werden die Masken aus dem Holz herausgearbeitet – eine echte Kunst.

Einen besonderen Namen hat sich die Maskenschnitzerfamilie Wijesooriya gemacht, die ebenfalls aus Ambalangoda stammt. Im Haus von Ariyapala Gurunanse, dem Enkel von Wijesooriya, befindet sich ein kleines, aber interessantes Museum, in dem man vieles über die Maskenschnitzkunst, ihre Geschichte und deren Bedeutung erfährt. Sogar ein Prospekt in deutscher Sprache ist hier erhältlich. Es gibt neben dem Museum die Werkstatt der Familie und außerdem einen kleinen Laden, in dem verschiedene Masken gekauft werden können.

File 251Auch sonst lohnt das Küstenstädtchen Ambalangoda einen Besuch. Hier gibt es schöne Strände und ein natürlich aus Felsen entstandenes Schwimmbad. Dazu ist es längst nicht so voll wie in Bentota oder Hikkaduwa – wer also das echte Sri Lanka erleben möchte, ist hier genau richtig. Das authentische Leben findet genau hier statt: Es gibt einen farbenfrohen Markt, alte Kolonialbauten und eine katholische Kirche zu besichtigen, dazu ist der Hafen mit den alten Fischerbooten wirklich schön anzusehen. In der Tanzschule im Stadtzentrum finden immer wieder Aufführungen traditioneller Tänze statt. Hübsch ist der große buddhistische Tempel Sunandaramaya Mahavihara, der auch hinduistische Merkmale aufweist und mit wunderschönen Wandmalereien geschmückt ist. Außerdem ist in Ambalangoda die längste liegende Buddha-Statue Sri Lankas zu bestaunen. Sie ist ungefähr 50 m lang und befindet sich im Galagoda-Tempel, etwas außerhalb der Stadt Richtung Hikkaduwa.